Glanzruß entsteht bei unvollkommener Verbrennung. Die Ursache liegt meist im ungeeigneten Brennstoff in Verbindung mit stattgefundenen Bedienungsfehlern. Ungeeignet deshalb, weil der verwendete Brennstoff Holz, aus welchen Gründen auch immer, oft noch eine zu große Restfeuchte hat.

Holz ist ein langflammiger Brennstoff, bei dem im Gegensatz zu anderen festen Brennstoffen ca. 75 % seiner Masse als flüchtige Bestandteile frei werden und dann schnell abbrennen. Die Flammenphase ist kurz und dauert bei großen Stücken bis ca. 60 Minuten.

Die flüchtigen Bestandteile des Holzes werden im vorderen Bereich des Feuerraums durch den eintretenden Sauerstoff zur Verbrennung geführt. Die bei erhöhter Füllmenge durch die Hitze im oberen Bereich des Feuers freiwerdenden flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs werden vom Sauerstoff oft nicht mehr erreicht und strömen dann als unverbranntes Gas – ohne Freisetzung von Wärme – durch den Schornstein ins Freie.

Damit der Abbrand ungestört ablaufen kann, ist die aufgelegte Holzmenge auf die vom Hersteller des Heizeinsatzes maximal zugelassene Holzmenge zu begrenzen und der Verbrennung ausreichend Verbrennungsluft ungedrosselt – oder nach Herstellerangabe – zuzuführen.

Ein Dauerbrand wie bei einer Kohlefeuerung, ist bei der Holzverbrennung nicht möglich. Die landläufige Meinung, je geringer die Verbrennungsluftzufuhr, je länger hält der Abbrand an, ist bei der Verbrennung von Holz nicht richtig. Die Leistungsanpassung ist bei Holzbrand fast nur über die aufzugebende Brennstoffmenge vorzunehmen.

Wird bei einer "Sparbedienung" die Luft bereits während der Flammenphase gedrosselt, bekommen die Schwelgase zu wenig Verbrennungsluft und können somit nicht ausbrennen.

Durch den unverbrannten Kohlenstoff fällt Ruß an. Die darin enthaltene Energie wird nicht freigesetzt und steht daher dem gesicherten Verbrennungsablauf nicht zur Verfügung.

Wie zum Wasserkochen auf einem Herd eine bestimmte Menge Energie erforderlich ist, so ist anteilig die gleiche Energiemenge zum „Auskochen“ des im Holzscheit vorhandenen Wassers notwendig. Diese aufgewendete Energie wird dem Feuerraum, und somit den Abgasen entzogen und steht damit ebenfalls dem gesicherten Verbrennungsablauf nicht zur Verfügung.

Je feuchter das Holz, je mehr Wärme wird im Feuerraum durch die Wasserverdampfung gebunden. Dieser größer werdende Anteil von Wasserdampf in den Abgasen kommt bei entsprechend geringerer werdender Abgastemperatur vorzeitig wieder zur Kondensation.

Daraus wird besonders deutlich, dass bei nicht ausreichend trocknem Brennholz die Gefahr der Schornsteinversottung besonders groß ist.

Der unverbrannte Kohlenstoff, der bei mangelnder Verbrennungsluftzufuhr als flockiger Ruß ausfällt und der in den Schwelgasen enthaltene Wasserdampf und Teer schlägt sich mit all den bekannten Nebenwirkungen nicht nur im Schornstein, sondern oft auch schon innerhalb der Heizgaszüge des Kachelofens als sich verkrustender Glanzruß nieder.

Die Feuchtigkeit des Holzes sollte daher den Wert von 20 % nicht überschreiten. Weitere Informationen zur richtigen Holzlagerung und Holzverbrennung finden Sie unter Brennstoffe.

Überprüfen Sie die Holzfeuchte durch ein leicht zu handhabendes kleines Messgerät.
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